Wie kann ein KI-Chatbot auf DATEV Rechnungswesen zugreifen, Daten auslesen, analysieren und sogar Buchungsstapel zurückschreiben? Andreas Hausmann erklärt, welche technische Verbindung dafür notwendig ist und welche Rolle DATEVconnect und ein MCP-Server dabei spielen.
Der MCP-Server übersetzt die Funktionen der DATEV-Schnittstellen in Werkzeuge, die ein KI-Modell nutzen kann. Damit lassen sich beispielsweise Mandanten und Wirtschaftsjahre auswählen, Sachkonten suchen, Summen- und Saldenlisten oder einzelne Buchungen abrufen sowie Buchungsstapel erstellen.
Anhand konkreter Beispiele wird der Zugriff mit einem KI-Chatbot demonstriert:
- Wareneinkäufe aus DATEV abrufen und über mehrere Jahre vergleichen,
- monatliche Entwicklungen grafisch visualisieren,
- Gewährleistungsrückstellungen und ihr Verhältnis zum Umsatz analysieren,
- Konten und offene Posten untersuchen,
- Rückstellungsberechnungen auf Basis der DATEV-Daten durchführen,
- Buchungssätze als Buchungsstapel an DATEV übergeben.
Erläutert werden außerdem die technischen und organisatorischen Voraussetzungen. Neben DATEV Rechnungswesen und DATEVconnect wird für Mandantendaten eine geeignete KI-Umgebung benötigt. Für bestimmte Datenzugriffe können zusätzliche DATEV-Lizenzen erforderlich sein.
Auch die Grenzen werden angesprochen. Ein MCP-Server stellt dem KI-Modell zwar DATEV-Daten und Funktionen zur Verfügung, kann aber keine Fehlinterpretationen durch das Modell verhindern. Ergebnisse und Auswertungen sollten daher fachlich geprüft werden. Für die Verarbeitung einzelner Belege werden zudem andere DATEV-Prozesse als besser geeignet eingestuft.