KI-Reifegrad in Steuerabteilungen: Neue Studie veröffentlicht
Wie weit ist Künstliche Intelligenz in Steuerabteilungen tatsächlich angekommen? Dieser Frage sind der Fachausschuss VIII des Instituts für Digitalisierung im Steuerrecht (IDSt) und die Universität Mannheim gemeinsam mit der DHBW Mosbach nachgegangen.
In der Studie „Reifegrad der Nutzung Künstlicher Intelligenz in Steuerabteilungen: Ergebnisse einer Befragung der DAX-40-Unternehmen“ untersucht, wie große Unternehmen KI heute einsetzen. Für die Einordnung wurde ein mehrdimensionaler KI-Index entwickelt. Dieser berücksichtigt technologische, prozessuale, organisatorische sowie rechtliche und ethische Aspekte.
KI vor allem bei wissensintensiven Aufgaben
Die Ergebnisse zeigen, dass KI bereits in vielen Steuerabteilungen zum Einsatz kommt. Besonders verbreitet ist die Nutzung bei informations- und wissensintensiven Tätigkeiten. Dazu zählen Aufgaben, bei denen Inhalte recherchiert, ausgewertet, strukturiert oder zusammengefasst werden.
In steuerlichen Kernprozessen fällt der Einsatz bislang geringer aus. Gerade dort wird sich in den kommenden Jahren zeigen, wie sich KI von unterstützenden Tätigkeiten zu stärker prozessintegrierten Anwendungen entwickelt.
Reifegrad über mehrere Dimensionen
Der entwickelte KI-Index soll die Nutzung nicht allein anhand eingesetzter Technologien bewerten. Einbezogen werden auch Prozesse, organisatorische Voraussetzungen sowie rechtliche und ethische Fragen.
An der Studie waren unter anderem Stefan Groß, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des IDSt, und Prof. Dr. Rainer Bräutigam von der DHBW Mosbach, stellvertretender Vorsitzender des Fachausschusses VIII des IDSt, beteiligt. Die Gewichtung der einzelnen Dimensionen des KI-Index basiert zudem auf einer Expertenbefragung innerhalb des Fachausschusses.
Die Studie erschien erstmals in DER BETRIEB, Heft 40–41/2026.
HINWEIS
👉 Der vollständige Beitrag zur Studie „Reifegrad der Nutzung Künstlicher Intelligenz in Steuerabteilungen“ ist über das IDSt abrufbar.
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