Elektronischer Rechtsverkehr

Übermittlung behördlicher Akten: Einheitliche Standards ab 2028

Laptop zeigt digitale Dokumentensymbole vor einem Hintergrund aus Binärcode. Bild: @D3Damon, Getty Images via canva.com

Die "Behördenaktenübermittlungsverordnung" regelt künftig die Rahmenbedingungen für den elektronischen Austausch von Akten zwischen Behörden und Gerichten. Die Verordnung wurde Anfang Mai im Bundesgesetzblatt verkündet und gilt ab dem 1.1.2028. Hierauf macht die Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) aufmerksam.

Hierzu führt die BRAK weiter aus:

  • Für den Austausch elektronischer Akten zwischen Behörden und Gerichten gelten künftig bundesweit einheitliche technische Rahmenbedingungen. Diese sind in der Verordnung über die Standards für die Übermittlung elektronischer Akten von Behörden und juristischen Personen des öffentlichen Rechts an die Gerichte im gerichtlichen Verfahren (Behördenaktenübermittlungsverordnung – BehAktÜbV) geregelt, die am 5.5.2025 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wurde.

  • Die Verordnung gilt für zivil-, arbeits-, verwaltungs-, sozial- und finanzgerichtliche Verfahren sowie für Verfahren in Familiensachen und der freiwilligen Gerichtsbarkeit und zudem auch für Rechtsanwaltskammern in verwaltungsgerichtlichen Angelegenheiten.

  • Anders als in den ursprünglichen Entwürfen ist die Übermittlung von Akten in elektronischer Form als Soll-Vorschrift ausgestaltet. Ab dem 1.1.2028 (statt wie zunächst vorgesehen zum 1.1.2026) besteht die Pflicht zur elektronischen Übermittlung elektronischer Akten. Der Übermittlung soll ein strukturierter maschinenlesbarer Datensatz im Dateiformat XML beigefügt werden. Auch diese Vorschrift ist als Soll-Vorschrift ausgestaltet.

HINWEIS

👉 Weitere Informationen zur Behördenaktenübermittlungsverordnung (BGBl 2025 I Nr. 125 v. 5.5.2025) hat die BRAK auf ihrer Homepage veröffentlicht.

→ MEHR ERFAHREN

Quelle:
BRAK online, Meldung v. 16.5.2025

Lutz BLOG 1920X1080px
Vom Tool zur Gewohnheit

IT-Kompetenz: Was Steuerberater:innen wissen müssen

Welche IT-Kompetenzen brauchen Steuerkanzleien künftig? StBin Elisa Lutz zeigt, warum KI-Praxis, Fachwissen und Schnittstellenverständnis wichtiger werden als tiefes technisches Spezialwissen.

Hamatschek Chatgpt Howto 1920X1080px (1)
Wissen, das endlich ankommt

Gemini Notebook in der Kanzlei: Wissen mit KI aufbereiten

Wie können Kanzleien Gemini Notebook nutzen, um Unterlagen in nutzbares und teilbares Teamwissen in Form von Videos, Podcasts, oder Präsentationen zu verwandeln?

Beckdigitax6 Beiträge 1920X1080px
Digitale Geschäftsmodelle prüfen

Bezahlen mit Daten: Wann Umsatzsteuer anfällt

Wann personenbezogene Daten zur umsatzsteuerlichen Gegenleistung werden können und wie Unternehmen datengetriebene Geschäftsmodelle trotz offener Rechtsfragen prüfen sollten.