16.500 Beschäftigte erhalten KI-Zugang

Hessische Finanzverwaltung führt KI-Assistent Vibe ein

Illustration eines KI-Kopfes als Symbol für den flächendeckenden Einsatz Künstlicher Intelligenz. Bild: @Wenjie Dong, Getty Images via canva.com

Die Hessische Finanzverwaltung wird im Sommer 2026 den KI-Assistenten „Vibe“ flächendeckend einführen. Rund 16.500 Beschäftigte im Geschäftsbereich des Hessischen Finanzministeriums sollen künftig mit der Anwendung arbeiten. Neben der Steuerverwaltung umfasst der Einsatz auch die Bau- und Beteiligungsverwaltung und markiert einen weiteren Schritt beim Ausbau von KI in der öffentlichen Verwaltung.

Zum Einsatz kommt eine speziell angepasste Version des KI-Assistenten des europäischen Anbieters Mistral AI, der zuvor unter dem Namen „Le Chat“ bekannt war. Laut dem Ministerium erfüllt die hessische Version hohe Anforderungen an Datenschutz und Informationssicherheit. Der Assistent soll die Beschäftigten unter anderem bei Recherchen, Datenanalysen, Präsentationen sowie der Erstellung von Texten unterstützen.

Rollout nach erfolgreicher Pilotphase

Der flächendeckenden Einführung ging ein einjähriges Pilotprojekt mit 600 Lizenzen voraus. Die Ergebnisse bildeten die Grundlage für den nun beginnenden Rollout. Alle Beschäftigten erhalten schrittweise Zugang zu Vibe und können begleitende Schulungsangebote nutzen. Ergänzend wird ein Netzwerk aus KI-Botschafterinnen und -Botschaftern aufgebaut, das den Wissenstransfer innerhalb der Verwaltung unterstützen soll.

Prof. Dr. Ralph Alexander Lorz

Prof. Dr. Ralph Alexander Lorz

Hessischer Minister der Finanzen

Eine moderne Verwaltung nutzt die Chancen der Digitalisierung – zum Wohl der Beschäftigten und der Bürgerinnen und Bürger. Die KI soll unsere Beschäftigten unterstützen und entlasten. Sie steigert die Effektivität ihrer Arbeit und gibt unseren Teams mehr Raum für die Aufgaben, die echte Expertise erfordern.
KI wird fester Bestandteil der Finanzverwaltung

Der neue KI-Assistent baut auf den bestehenden KI-Aktivitäten in Hessen auf. So entwickelt die Forschungsstelle Teclion im Finanzamt Kassel bereits seit 2019 KI- und IT-Lösungen, unter anderem zur Bekämpfung von Steuerkriminalität sowie zur Auswertung großer Datenmengen. Darüber hinaus kommen KI-Anwendungen bei der Bearbeitung von Einsprüchen im Zusammenhang mit der Grundsteuerreform zum Einsatz. Seit September 2025 unterstützt zudem der selbst entwickelte KI-Chatbot „MAXi” die Bearbeitung von Steuerfällen.

Mit der Einführung von „Vibe” erweitert Hessen den KI-Einsatz nun auf den gesamten Geschäftsbereich des Finanzministeriums. Das Ziel besteht darin, Routineaufgaben zu reduzieren, Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten und den Beschäftigten mehr Zeit für fachlich anspruchsvolle Tätigkeiten zu verschaffen. Gleichzeitig setzt das Land bewusst auf eine europäische KI-Lösung, die speziell für den Einsatz in einer datenschutzsensiblen Verwaltungsumgebung angepasst wurde.

HINWEIS

Weiterführende Informationen sind auf der Webseite des Hessischen Ministeriums der Finanzen zu finden.

Quelle:
Hessisches Ministerium der Finanzen, Pressemitteilung vom 01.07.2026.

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