Digitale Transformation in der Steuerberatung

Marktübersicht – 11 KI-TOOLS: Recherche & Assistenz

Grafik mit vernetztem Hintergrund und mehreren quadratischen Symbolen in Spalten Bild: @DStV e.V.

Viele Kanzleien möchten KI fest in ihren Alltag integrieren, wissen aber nicht, welche Lösung für sie am besten geeignet ist. Es gibt viele Anbieter und Begriffswelten. Die Unterschiede sind schwer erkennbar, zudem variieren die Preise sowie die Aspekte Datenschutz und Hosting stark. Das führt zu Unsicherheiten und Aufschub.

Wo anfangen, bei so vielen KI-Softwarelösungen und worin unterscheiden sie sich wirklich?

Dieser Beitrag bündelt die relevanten Informationen zu elf KI-Lösungen, die in Steuerkanzleien vor allem für die fachliche Recherche und Assistenz (Dokumentenanalyse, Mandantenkommunikation, Textentwürfe) eingesetzt werden.

Mit belastbaren Auswahlkriterien und einer umfangreichen tabellarischen Übersicht, schaffen wir Orientierung darüber, welche Tools es unteranderem gibt, wofür sie geeignet sind und welche Highlights und Prüfpunkte es zu beachten gilt. Die Angaben dienen als Startpunkt für die Auswahl und sollten in der individuellen Anbieterkommunikation konkretisiert werden. Unser Ziel ist Transparenz – ohne Ranking und ohne „Gewinnerkür“.

Der Artikel ist wie folgt strukturiert, wobei die einzelnen Abschnitte jeweils eine bestimmte Funktion erfüllen:

ABSCHNITT 1 stellt die fünf Kernkategorien vor, nach denen bewertet und verglichen wird: Status & Einsatzbereich; Zugang & Funktionalitäten; Quellen, Datenschutz, Schnittstellen; Testphase, Schulung & Support; Lizenzen & Preise. Das Marktbild in ABSCHNITT 2 zeigt eine quantitative Auswertung der elf Lösungen entlang dieser fünf Kategorien. Im Anschluss liefert ABSCHNITT 3 den Vergleich mit konkreten Empfehlungen für die Auswahl.

Es folgt der ABSCHNITT 4, der Anbieter-Steckbriefe umfasst, mit „Highlights“ und „Prüfpunkten“, kurz, und informativ.

Der ABSCHNITT 5 verlinkt auf die umfangreiche Vergleichstabelle mit allen Lösungen und Prüfpunkten, während ABSCHNITT 6 auf die Online-Anbieter-Profile und die Zusammenarbeit mit tax&bytes hinweist.

Weiterührend wird in ABSCHNITT 7 „Mut zum Ausprobieren“, in fünf Schritten durch einen schlanken Piloten für die Tool-Auswahl geführt. Der letzte ABSCHNITT 8, schließt mit einem Ausblick auf Entwicklungen und nächste Schritte ab.

INHALT

RAHMENINFORMATIONEN

Adressaten:
Steuerberaterkanzleien jeder Größenordnung

Hinweise:
Die Daten beruhen auf den Angaben der Anbieter, die der DStV in Fragebögen angefordert hat. Alle Angaben, einschließlich der Preise, sind ohne Gewähr (es besteht kein Anspruch auf Richtigkeit oder Vollständigkeit). Die Tools sind alphabetisch sortiert.
Stand: Januar 2026

Anhang & weiterführende Links
Vergleichsübersicht; Toolprofile auf www.taxandbytes.de/tools

1. WAS HAT PRIORITÄT?

Damit die Einführung und Etablierung von KI erfolgreich gelingen, empfiehlt es sich, auf einige Kernaspekte zu achten.

Status & Einsatzbereich

Zu Beginn stellen sich zwei Fragen: Wofür soll die Lösung eingesetzt werden und wie ausgereift ist sie bereits? Entscheidend ist, ob das System einen stabilen Produktstatus erreicht hat oder sich noch im Pilotbetrieb befindet. Für den praktischen Einsatz in Kanzleien sind klare Einsatzbereiche wie Recherche, Fallbearbeitung, Dokumentenanalyse oder Mandantenkommunikation erforderlich. Die Lösung sollte Aufgaben strukturiert verarbeiten, Rückfragen stellen und den fachlichen Kontext zuverlässig berücksichtigen können.

Zugang & Funktionalitäten

Die Lösung sollte sich unkompliziert in den Arbeitsalltag integrieren lassen. Das betrifft sowohl den Zugang als auch die verfügbaren Funktionen. Entscheidend ist, welche Funktionen im jeweiligen Kanzleialltag tatsächlich einen Mehrwert bieten. Funktionen wie Upload, Zusammenfassung, übersichtliche Chatverläufe oder gespeicherte Vor-lagen erleichtern die Nutzung erheblich. Auch Sprachfunktionen, Exportmöglichkeiten und personalisierte Einstellungen tragen dazu bei, dass die Arbeit flüssig läuft.

Quellen, Datenschutz & Schnittstellen

Eine KI-Lösung ist nur so gut wie ihre Datenbasis. Zuverlässigkeit entsteht durch klare Rechtsquellen, regelmäßige Aktualisierungen und die vollständige Nachvollziehbarkeit von Aussagen. Nutzerinnen und Nutzer müssen erkennen können, woher eine Information stammt und wie sie abgeleitet wurde. Ebenso wichtig ist der Umgang mit sensiblen Daten. Hosting in der EU, Verschlüsselung, klare Regeln zur Verarbeitung und die Nichtnutzung von Mandantendaten zum Training sind grundlegende Anforderungen. Die Integrationen über Schnittstellen, API-Zugänge oder Add-ins entscheiden darüber, wie gut die Lösung in die bestehenden Systeme der Kanzlei eingebettet werden kann.

Testphase, Schulung & Support

Damit der Start gelingt, ist ein gut gestaltetes Onboarding wichtig. Eine verständliche Oberfläche, eine kurze Einführungszeit, Schulungsmaterial sowie bei Bedarf Webinare oder individuelle Beratung erleichtern den Einstieg. In vielen Kanzleien ist es wichtig, dass Teams schnell eigenständig ausprobieren können. Ebenso bedeutsam ist verlässlicher Support. Klare Kontaktwege und transparente Hilfestellungen sichern die Nutzung im Alltag ab. Testphasen oder zeitlich begrenzte Zugänge helfen bei der Entscheidungsfindung.

Lizenzen & Preise

Die Wahl des passenden Lizenzmodells sollte planbar und transparent erfolgen. Relevante Faktoren sind Mindestlaufzeiten, enthaltene Nutzer, die Preisstruktur sowie mögliche Zusatzkosten für Setup oder erweiterte Module. Auch der interne Aufwand für Schulung und Einführung zählt zur Gesamtbetrachtung. Eine klare Kostenübersicht schafft Sicherheit und erleichtert den Vergleich der verschiedenen Tools.

2. MARKTBILD (11 Lösungen)

Der aktuelle Stand zeigt, dass inzwischen mindestens elf Lösungen für den Einsatz von KI-gestützter Recherche und Assistenz in der Steuerberatung am Markt verfügbar sind.

Status & Einsatzbereich

10 Anbieter befinden sich mit ihrer Lösung bereits im Betrieb, während 1 Anbieter sich noch in der Pilotphase befindet. 4 von 11 Tools bieten alle vier abgefragten Einsatzbereiche ab: Dies sind Recherche, Fallbearbeitung, Dokumentenanalyse und Mandantenkorrespondenz.

Zugang & Funktionalitäten

7 der 11 Anbieter bieten ihre KI-Lösung als integrierten Bestandteil einer bereits bestehenden Lösung an. Übersetzungen, die Speicherung der Chat-Historie, die Spracheingabe mittels Input/Diktat und eigene Prompt-Vorlagen sind hingegen nur bei rund der Hälfte der Lösungen möglich. Nur bei 5 von 11 Tools gibt es kein Prompt-Längenlimit.

Quellen, Datenschutz & Schnittstellen

Alle Tools greifen auf diverse, gängige sowie anbieter-individuelle juristische und steuerfachliche Quellen zu. Nur 3 von 11 Lösungen bieten eine Internetrecherche mit an, wenn auch von den anderen Anbietern teilweise bewusst ausgeschlossen, um Datenqualität sicherzustellen. Zwei Drittel der Softwarelösungen ermöglichen es, die zu benutzenden Quellen direkt vorauszuwählen. Bei allen Tools werden die Daten immer verschlüsselt und es werden keine Daten zu Trainingszwecken der KI verwendet. 
4 von 11 Tools bieten bereits API-Schnittstellen an, weitere sind in Planung.

Testphase, Schulung & Support

9 von 11 Anbietern geben an, eine kostenlose Testphase anzubieten. Nur bei zwei Anbietern ist ein anfänglicher Testzeitraum kostenpflichtig. Fast alle Anbieter bieten für ein Onboarding der KI-Lösung diverse Schulungsvarianten an. Auch der anschließende Support ist größtenteils über E-Mail oder Telefon durchgängig sichergestellt.

Lizenzen & Preise

Bei mehr als der Hälfte der Lösungen sind Content-Pakete oder Module der Anbieter erforderlich, um die KI-Lösung nutzen zu können. Zentral sind niedrige Einstiegshürden und kalkulierbare Preise. Die Art der angebotenen Preismodelle unterscheidet sich stark zwischen den Anbietern, ist aber auch innerhalb einer Lösung teilweise flexibel wählbar: Pro User/Arbeitsplatz, Pro Unternehmen (Flat-Fee), Modulbasiert (z.B. nach Funktionen) oder über ein Token-Volumen.  6 von 11 Anbietern bieten eine Mindestvertragslaufzeit von bis zu sechs Monaten an.

3. VERGLEICH & EMPFEHLUNGEN

Ein Vergleich der untersuchten KI-Lösungen zeigt, wie unterschiedlich der Reifegrad, der Funktionsumfang und die Einsatzmöglichkeiten ausfallen. Für Steuerkanzleien bedeutet das: Die Auswahl hängt weniger vom „besten Tool“ ab als vielmehr vom eigenen Bedarf. Entscheidend sind die zu unterstützenden Aufgaben im Alltag, die technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen sowie die Integrationsmöglichkeiten in bestehende Abläufe. Die folgenden Empfehlungen bündeln zentrale Aspekte, die beim Vergleich der Anbieter hilfreich sind und in Pilotphasen systematisch geprüft werden sollten.

Status & Einsatzbereich

Berücksichtigen Sie, dass 1 der 11 Anbieter die Lösung noch in der Pilotphase hat. Für welche expliziten Einsatzbereich eine KI-Lösung gesucht wird, ist individuell auszuwählen.

Zugang & Funktionalitäten

Für das Prompting sind Zeichenlimits relevant. Die Hälfte der Anbieter gibt für ihre Tools eine Limitierung an, die teilweise aber sehr großzügig gestaltet ist. Für Dokumentenarbeit und komplexe Fälle können diese Limits aber teilweise ein Engpass sein. Prüfen Sie deshalb die realen Höchstlängen. Auch weitere Funktionalitäten sind auf Grundlage Ihrer individuellen Anforderungen zu berücksichtigen.

Quellen, Datenschutz & Schnittstellen

Für die Praxis ist es entscheidend, dass die Fundstellen bei den Quellen explizit genannt werden. Empfehlung: Zunächst einen Probelauf mit echten Recherchefällen durchführen. Datenschutzdetails (AV-Vertrag, Datenflüsse und Löschkonzepte) sollten individuell aktiv geklärt und schriftlich festgehalten werden. Exporte oder „Copy & Paste“-Optionen sollten auf ihre Praxistauglichkeit geprüft werden. Um die Schnittstellen zu testen, fragen Sie nach konkreten Workflows und testen Sie diese im Piloten. Wägen Sie ab, ob Sie eine Internetrecherche wünschen.

Testphase, Schulung & Support

Testphasen und Laufzeiten lassen sich kombinieren. Nutzen Sie die kostenlosen Testzeiträume gezielt, bevor Sie sich vertraglich binden. Prüfen Sie die verschiedenen Kombinationen im Einzelfall.

Lizenzen & Preise

Ein Anbieter macht keine Angaben zu den Preisen (DATEV LEXinform plus).

Unter Berücksichtigung der teilweise zusätzlich zu buchenden Verlags-Content-Pakete oder Datenbankmodulen, gibt es eine breite Masse an fünf Tools mit geringen oder kleinen monatlichen Einstiegskosten bis maximal 61,00 € (ADDISON KI-Assistent, beck-chat, DATEV KI-Werkstatt, Frag den Schmidt, NWB KIRA, plAIground).

Außerdem gibt es drei Anbieter die Ihre Lösungen in einer mittleren Preisklasse bis 99,00 € anbieten (Deubner Tax KI, Haufe CoPilot Tax, Otto Schmidt Answers), aber auch ein höherpreisiges Angebot für 232,00 € pro Nutzer und Monat (GenIA-L by Stollfuß).  

Bereits erworbene Content-Pakete oder Datenbankmodule, können bei der Auswahl der passenden Lösung von Vorteil sein. Die Preise variieren je nach notwendigem Modul stark. Entsprechend sind die individuellen Anforderungen, Kostenmodelle und bereits gebuchten Content-Pakete zu berücksichtigen. Der Preis allein sollte aber nicht ausschlaggebend sein.

4. ANBIETER-STECKBRIEFE

Die elf untersuchten Lösungen zeigen die derzeitige Marktvielfalt. Zu den Anbietern gehören klassische Fachverlage wie C.H.BECK, Deubner, Dr. Otto Schmidt, NWB, Lefebvre Stollfuß und Haufe daneben die DATEV, das Softwarehaus Wolters Kluwer sowie spezialisierte Anbieter wie WTS PSP AI.

Während einige Produkte klar als Recherchetools mit Verlagsanbindung positioniert sind, bieten andere reine Assistenzfunktionen mit Dokumenten-Upload, Textanalyse oder Mandantenkommunikation, wieder andere kombinieren Recherche und Assistenz.

Allen gemeinsam ist der Anspruch, die tägliche Arbeit in Steuerkanzleien zu erleichtern. Unterschiede bestehen vor allem bei Transparenz, Preisstruktur und Integrationstiefe.

Während die meisten Systeme bereits im Regelbetrieb sind, befindet sich eine Lösung noch in der Pilotphase. Für Kanzleien ist daher ein erster Blick in die Anbieter-Steckbriefe empfehlenswert (ohne Ranking, alphabetisch).

UNSER TIPP

Ergänzend dazu lohnt sich insbesondere eine Auseinandersetzung mit der Übersichts-Tabelle (siehe Punkt 5)) sowie ein Blick auf die verfügbaren Online-Anbieterprofile (siehe tax&bytes.TOOLS), um je nach Bedarf – von Recherche bis Prozessunterstützung – die passende Lösung zu wählen.

→ ZU DEN PROFILEN

HIGHLIGHTS: Fokus auf Dokumentenanalyse & Mandantenkorrespondenz; Abrechnung pro Unternehmen (Paketgrößen) möglich; Integration in ADDISON-Umgebung; vollständige Chat-Historie & Übersetzungsfunktion; Mindestvertragslaufzeit: 1 Monat

PRÜFPUNKTE: Keine fachliche Recherche möglich nur in ADDISON Hilfe und Dokumentation; keine API; keine Anpassbarkeit von Prompt-Vorlagen oder Systemprompts

HIGHLIGHTS: Fokus auf fachliche Recherche; Integration in beck-online Datenbank; breite Quellenbasis mit hoher Dokumentenzahl; vollständige Chat-Historie; 4 Wochen kostenlose Testphase; kein Zeichenlimit für Prompts

PRÜFPUNKTE: Keine Übersetzungsfunktion; keine Spracheingabe; keine API; keine Anbindung externer Datenquellen; Quellen abhängig von gebuchten Modulen; 
Mindestvertragslaufzeit: 6 Monate

HIGHLIGHTS: Fokus auf fachliche Recherche; Integration in DATEV LEXinform; umfangreicher Dokumentenbestand; Eingaben werden automatisch anonymisiert; Erstellung eigener Prompt-Vorlagen; kein Zeichenlimit für Prompts

PRÜFPUNKTE: Keine Assistenzfunktionen; Mindestvertragslaufzeit: 12 Monate; keine API oder Anbindung externer Datenquellen; keine Übersetzungen & Spracheingabe; 
keine Angaben zu Preis & Nutzeranzahl

HIGHLIGHTS: Kostenfrei für DATEV-Mitglieder; mehrere KI-Prototypen (u.a. DATEV GPT, Summarizer, LEXchat); breite Quellenbasis; Internetrecherche über Bing

PRÜFPUNKTE: Noch in Pilotphase; keine Quellenvorauswahl möglich; keine Angaben zu API, externer Datenquellen-Anbindung und Mindestvertragslaufzeit; Internetrecherche: Datenübermittlung in USA

HIGHLIGHTS: Recherche & Assistenzfunktionen; vollständige Chat-Historie & Exportfunktionen; Anbindung externer Datenquellen: Einzeldokumente; Preis pro Unternehmen (unbegrenzte Nutzer); kein Content-Paket notwendig

PRÜFPUNKTE: Limit: 500 Chats/Monat; keine API oder Anbindung externer Datenbanken; Gutachtendatenbank statt Kommentaren als Kern des Quellenbestandes; keine eigenen Prompt-Vorlagen

HIGHLIGHTS: Recherche in führendem EStG-Kommentar; Einzelkauf: Printwerk inkludiert, Modul: 4 Wochen kostenlose Testphase; Spracheingabe möglich; Quellenangaben in zwei Fassungen (original und KI-Langfassung)

PRÜFPUNKTE: Eingeschränkte Quellenbasis (begrenzt auf Kommentar); keine Assistenzfunktionen; keine Speicherung Chat-Historie; Laufzeit gebunden an Auflage; keine API; keine eigenen Prompt-Vorlagen

HIGHLIGHTS: Recherche & Assistenzfunktionen; breite Quellenbasis mit hoher Dokumentenzahl; Integration in Stollfuß-Umgebung; Erstellung eigener Prompt-Vorlagen; API in Planung; Support per Live-Chat

PRÜFPUNKTE: Testphase kostenpflichtig (12 Wochen); Mindestvertragslaufzeit: 12 Monate; Prompt-Limit: 3.995 Zeichen; höhere laufende Kosten; keine Speicherung Chat-Historie; keine Anbindung externer Datenquellen

HIGHLIGHTS: Recherche & einige Assistenzfunktionen; breite Quellenbasis mit hoher Dokumentenzahl; Integration in bestehende Haufe-Umgebung; 4 Wochen kostenlose Testphase; Zeichenlimit für Prompts: 30.000; API vorhanden

PRÜFPUNKTE: Mindestvertragslaufzeit von 12 Monaten; keine Spracheingabe; Prompt-Library und Speicherung eigener Prompt-Vorlagen erst in Kürze möglich; (noch) keine Anbindung externer Datenquellen; Content-Paket notwendig

HIGHLIGHTS: Fokus auf fachliche Recherche; breite Quellenbasis mit hoher Dokumentenzahl; Integration in NWB Datenbank; Quellenvorauswahl durch Nutzer möglich; Mindestvertragslaufzeit: 1 Monat

PRÜFPUNKTE: Keine Assistenzfunktionen; keine Speicherung Chat-Historie; keine Spracheingabe; keine Anbindung externer Datenquellen; Content-Paket notwendig

HIGHLIGHTS: Recherche & einige Assistenzfunktionen; API vorhanden; Integration in Otto Schmidt online Datenbank; Speicherung Chat-Historie; mehrsprachige Ausgabe & Spracheingabe; Erstellung eigener Prompt-Vorlagen

PRÜFPUNKTE: keine Testphase; Mindestvertragslaufzeit: 3 Monate; (noch) keine Anbindung externer Datenquellen; Content-Paket notwendig; Systemprompts nicht anpassbar

Highlights: Umfassende Assistenzfunktionen; Quellenvorauswahl möglich; kein Content-Paket notwendig; externe Datenquellen (M365/ERP) können angebunden werden, API vorhanden

PRÜFPUNKTE: Mindestvertragslaufzeit von 12 Monaten;  kostenpflichtige Implementierung/Einrichtung; keine Spracheingabe

5. ÜBERSICHTS-TABELLE

Die kompakte Vergleichstabelle ist das Herzstück dieses Beitrags. Sie bündelt alle Lösungen auf einen Blick entlang der fünf Kernkategorien sowie ergänzender Abfragekriterien.

Die Tabelle eignet sich als Startpunkt für die eigene Favoritenliste: Zunächst werden individuelle Muss-Kriterien abgesteckt, anschließend wird nach passenden Kandidaten gesucht und offener Klärungsbedarf notiert (AV-Vertrag, Datenflüsse, Prompt-Limits, konkrete Exporte). Die Angaben dienen als Startpunkt zur Orientierung und Auswahl und sollten in der individuellen Anbieterkommunikation präzisiert werden.

Hinweise zur Tabelle: Weitere Anmerkungen finden Sie in der Legende der Übersicht.

👉 Übersichts-Tabelle herunterladen

6. ONLINE PROFILE

Im Toolbereich der Plattform tax&bytes finden Sie unter der Kategorie „KI-Recherche & -Assistenz“ zu den Lösungen jeweils ein Tool- sowie Anbieterprofil. Zu jeder Lösung stehen damit weiterführende Informationen bereit, was einen großen Mehrwert für Sie darstellt.

→ ZU DEN PROFILEN

Interaktive Filter erleichtern den direkten Vergleich zwischen den Lösungen und Sie können ergänzende Links einsehen. Auf der tax&bytes-Plattform finden Sie außerdem Beiträge, Praxisleitfäden und Berichte zur Digitalisierung im Steuerrecht, auch vom DStV-Arbeitskreis Digitalstrategie.

Diese Inhalte ergänzen den vorliegenden DStV-Artikel (inkl. der tabellarischen Übersicht), ohne dessen Neutralität zu berühren und ermöglichen bei Bedarf einen vertieften Blick in einzelne Lösungen. In den kommenden Monaten werden außerdem weitere Anbieter gelistet und die Informationen entsprechend aktualisiert.

TRANSPARENZHINWEIS

Die Anbieterprofile sind in enger Kooperation mit tax&bytes entstanden. Das Team von tax&bytes hat maßgeblich zur Veröffentlichung beigetragen, unter anderem durch die Vorbereitung der Anbieterumfragen sowie die Aufbereitung und grafische Darstellung der Daten. Die inhaltliche Auswertung, Einordnung und Redaktion liegen vollständig beim DStV. tax&bytes hatte keinen Einfluss auf die Einordnung, Gewichtung oder Formulierungen. Vielen Dank an das Team von tax&bytes für die zuverlässige technische Mitarbeit und die kostenfreie Bereitstellung der Tool- und Anbieterprofile auf der Plattform tax&bytes.TOOLS.

7. MUT ZUM AUSPROBIEREN

Der einfachste Weg, um herauszufinden, ob ein KI-Tool in der Praxis überzeugt, ist ein strukturierter 4-Wochen-Testlauf mit dem Tool Ihrer Wahl.

Kleine Schritte sind oft besser als ein großer Sprung, erst Erfahrungen sammeln, dann ausbauen.

Am besten startet man mit drei konkreten Fällen, zum Beispiel einer Rechtsrecherche, einer Auswertung von Urteilen und einem Mandantenanschreiben. In dieser Testphase sollten der Zeitbedarf, die Qualität der Ergebnisse und die Nachbearbeitung gemessen werden. Noch wichtiger sind ein klarer Rahmen und die Erlaubnis zu lernen: Fehler früh entdecken, Prozesse anpassen und dann skalieren. So wird KI (Recherche) vom Experiment zum verlässlichen Werkzeug im Kanzleialltag.

Nach etwa zwei Wochen bietet sich eine erste Zwischenbewertung an. Wo sind Verbesserungen sichtbar, wo gibt es Grenzen? Nach vier Wochen wird entschieden, ob das Tool in den Regelbetrieb überführt wird oder ob ein zweiter Anbieter zum Vergleich herangezogen wird. Diese strukturierte Vorgehensweise sorgt dafür, dass Entscheidungen auf Erfahrungswerten statt auf Annahmen beruhen.

5 SCHRITTE: KI-TOOL-AUSWAHL

ZIELBILD FESTLEGEN

👉 Anforderungen & Use-Cases definieren z. B. 3 Recherchefälle + 2 Mandantenbriefe

MESSGRÖßEN DEFINIEREN

👉 Zeitersparnis, Zitierfähigkeit/Fehlerquote, Nacharbeit und Akzeptanz im Team

PILOT-TEAM FESTLEGEN

👉 2–5 Personen je nach Kanzleigröße mit festen Aufgaben & Rollen

UMSETZUNG & DOKUMENTATION

👉 Anbieter kontaktieren, Schulung, Testen der Lösung, Erfahrungen festhalten

ENTSCHEIDUNG GO/NO-GO

👉 Entscheidung, was in den Kanzleialltag überführt wird; ggf. 2. Lösung testen

8. AUSBLICK

Kurzfristig ist bei den Anbietern mit einer immer besseren Zitierlogik, sowie mit Teams /M365 und weiteren Tool Einbettungen zu rechnen. Mittelfristig werden Governance-Funktionen (Rollen, Freigaben, Protokolle) sowie Mandats  und Aktenkontexte wichtiger. Perspektivisch ist der Aufbau einer eigenen, kanzleiinternen Wissensbasis rund um die neue Technologie und die damit einhergehende Prozessautomatisierung relevant.

Es lohnt sich, jetzt die KI-Lösungen zu testen! Suchen Sie sich ein oder zwei Tools mit geringen Einstiegshürden, das ihren individuellen Anforderungen entspricht. Nutzen Sie Testphasen verschiedener Lösungen, um sich einen eigenen Eindruck zu verschaffen.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Ausprobieren und freuen uns auf den Erfahrungsaustausch mit Ihren Kollegen und Kolleginnen im regionalen Verband!

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Arbeitskreis Digitalstrategie des DStV e.V. – Umsetzung digitaler Entwicklungen im Berufsstand!
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