Nordrhein-Westfalen weitet Einsatz von KI-Assistent NRW.Genius aus
Nordrhein-Westfalen erweitert den Einsatz der KI-Verwaltungsassistenz „NRW.Genius“. Grundlage hierfür ist eine neue Vereinbarung zwischen dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung sowie dem Ministerium der Finanzen. Künftig wird die Anwendung auch im Rechenzentrum der Finanzverwaltung betrieben. Dadurch sollen neue Nutzungsmöglichkeiten, auch in sensiblen Bereichen, erschlossen werden.
Einsatz auch in sensiblen Datenbereichen
„NRW.Genius“ unterstützt Beschäftigte bei textbasierten Verwaltungsaufgaben wie der Zusammenfassung von Dokumenten oder der Erstellung von Entwürfen. Das Ziel besteht darin, Verfahren zu beschleunigen und Arbeitsprozesse effizienter zu gestalten.
Daniel Sieveke, Staatssekretär und CIO des Landes, bezeichnet „NRW.Genius” als „das zentrale KI-Projekt” für die digitale Verwaltung in Nordrhein-Westfalen. Damit bringe man Künstliche Intelligenz „sicher, nachhaltig und flächendeckend in die Verwaltung“ und setze dabei auf gemeinsame Standards und Nachnutzung.
"NRW.Genius" ist das zentrale KI-Projekt und steht für einen neuen Aufbruch in der digitalen Verwaltung Nordrhein-Westfalens. Wir bringen Künstliche Intelligenz sicher, nachhaltig und flächendeckend in die Verwaltung und setzen dabei bewusst auf Nachnutzung und gemeinsame Standards. Das stärkt die digitale Souveränität unseres Landes, erhöht Effizienz sowie Qualität und sorgt für einen verantwortungsvollen Einsatz öffentlicher Mittel.
Bislang steht die Lösung rund 10.000 Beschäftigten in 46 Behörden im Rahmen einer erweiterten Teststellung zur Verfügung. Auch die Finanzverwaltung war frühzeitig in die Erprobung eingebunden.
Mit der nun geschlossenen Vereinbarung wird der Betrieb technisch und organisatorisch erweitert. Der eigenständige Betrieb im Rechenzentrum der Finanzverwaltung schafft die Voraussetzungen, um generative KI auch unter den strengen Anforderungen des Steuergeheimnisses rechts- und datenschutzkonform einzusetzen.
Wir verbinden höchste Standards bei Datenschutz und IT-Sicherheit mit einer spürbaren Entlastung unserer Beschäftigten. Effizientere Abläufe schaffen mehr Raum für fachlich anspruchsvolle Aufgaben und verbessern damit den Service für Bürgerinnen und Bürger sowie für Unternehmen.
Finanzstaatssekretär Dr. Dirk Günnewig betont, dass der eigenständige Betrieb die Grundlage dafür schafft, generative KI „unter den strengen Vorgaben des Steuergeheimnisses sicher und rechtskonform zu nutzen“. Effizientere Abläufe würden zugleich die Beschäftigten entlasten.
Technische Weiterentwicklung und modulare Integration
Die Plattform basiert auf modernen generativen Sprachmodellen, darunter GPT-4o. Perspektivisch soll zudem das speziell für Verwaltungsanforderungen entwickelte Modell „GovTeuken” integriert werden. Das Ziel besteht darin, typische Verwaltungssprache und fachliche Besonderheiten besser abzubilden, als es allgemein verfügbare Modelle leisten können.
Der modulare Aufbau von „NRW.Genius” ermöglicht es der Finanzverwaltung, einzelne Funktionen in bestehende Fachverfahren einzubinden. Darüber hinaus können Behörden künftig eigene Datensammlungen anlegen, um den Assistenten mit spezifischem Fachwissen zu versorgen.
Mit dieser Ausweitung verfolgt das Land das Ziel, gemeinsame Standards für den Einsatz von KI in der Verwaltung zu etablieren und gleichzeitig Datenschutz und IT-Sicherheit zu gewährleisten. Die enge Zusammenarbeit der beiden Landesrechenzentren soll zudem den Know-how-Aufbau im Betrieb komplexer KI-Systeme fördern.
HINWEIS
👉 Weitere Informationen sind auf der Webseite der Finanzverwaltung NRW zu finden.
Quelle:
FinMin NRW, Pressemitteilung v. 2.3.2026