E-Rechnung – Easy Rider oder lost on track?
Im zweiten Teil der „RoadTo27“ wurden Praxisthemen rund um die elektronische Rechnungsstellung beleuchtet und und konkrete Handlungsempfehlungen präsentiert. Die Anzahl der Teilnehmer sowie die im Seminar gestellten Fragen zeigen deutlich: Ganz so einfach ist es nicht.
Mit der Veranstaltung wird das Ziel verfolgt, Theorie und Praxis zu verbinden. Es soll eine Brücke zwischen BMF und Business Terms, Datensatz und Dokumentation sowie Validierung und Verantwortungsbereichen geschlagen werden. Die Erfahrungswerte und Einblicke in die aktuelle Industrielandschaft sollen dabei helfen, die Renndistanz in kleine Abschnitt zu unterteilen.
Das Setup – communication is key 🗝️
In der Praxis zeigt sich, dass ein Projekt wie die E-Rechnung 2027 mehr als nur Technik und rechtliche Vorgaben ist. Die richtige Projektorganisation ist entscheidend, denn es ist schlicht ein „Kommunikationsprojekt“. Das daily business mehrerer Fachbereiche (u.a. Einkauf, Vertrieb, Controlling, Tax, Accounting) muss ineinandergreifen. Kapazitäten und Testphasen müssen frühzeitig abgestimmt werden.
Dargestellt wurde, wie sich aus den drei „P“ (Project Sponsor, Project Lead, Project Team) der Weg zum „K“ – der Kapazitätsplanung – ableiten lässt.
HINWEIS
👉 Wer die Veranstaltung verpasst hat oder sich diese noch einmal in Ruhe ansehen möchte, kann die Aufzeichnung jederzeit abrufen.
Stammdaten und die Suche nach Fehlern
Unter dem Titel „Rechnungsformate“ stand zunächst die Vielzahl an Abkürzungen und die damit verbundene Unsicherheit im Fokus. Nach der Klärung zentraler Begriffe schloss sich das Thema Mapping an, verbunden mit dem wiederkehrenden Hinweis: Stammdaten nicht vernachlässigen!
Das BMF-Schreiben vom Oktober 2025 machte eines deutlich: Die Validierung ist wichtiger denn je. Im Rahmen des Seminars war daher ein Live-Einblick in die jeweiligen Kategorisierungen der möglichen Fehler bei einer E-Rechnung erforderlich. Anschließend durften auch technische Ausführungen zu Anzahlungen, Reisekosten und Gutschriften nicht fehlen.
Und die Erfahrungen aus den vergangenen Monaten hätten zahlreiche weitere Themenfelder eröffnet.
Projektflut versus Projektstart
Eines ist klar: Langweilig ist es derzeit in keiner Steuerabteilung. Die richtige Priorisierung und Kapazitätsplanung sind eine Herausforderung und erfordern ein hohes Maß an Weitsicht. In solchen Projekten einen klaren Kopf zu bewahren, ist alles andere als selbstverständlich.
Genau hier setzt die Seminarreihe an. Sie soll als Teilstrecke, als Boxenstopp und zur Bestimmung der richtigen Crew dienen. Das Ziel besteht darin, die anstehenden Etappen strukturiert und erfolgreich zu bewältigen.
FAZIT
Schnell wurde klar, dass wir alle die gleiche Strecke fahren. Aber wir sind noch lange nicht am Ziel, was durch die Rückfragen der Teilnehmenden bestätigt wurde.
Der richtige Umgang mit dem Ausland, Besonderheiten bei Gutschriften und die korrekte Validierung waren nur einige der gestellten Fragen. Nun gilt es, die verbleibenden Monate im Unternehmen mit etwas mehr Klarheit und Weitsicht optimal zu nutzen.
E-RECHNUNG
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RECHNUNGSMANAGEMENT
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