WTS und Lucanet Amana vertiefen ihre langjährige Zusammenarbeit mit einer Partnerschaft

WTS: „Wir sind ein technologieoffener Beratungsdienstleister“

Zwei Personen schütteln sich die Hände. Darüber ist eine grafische Ebene eingebettet, die Einsen und Nullen zeigt und damit Softwarecode symbolisiert. Bild: ©metamorworks via Canva.com

WTS und Lucanet Amana vertiefen ihre langjährige Zusammenarbeit mit einer Partnerschaft. Im Gespräch mit JUVE Steuermarkt erläutert Florian Oehl, Managing-Partner und Leiter der Service Line Digital Tax bei WTS, die Hintergründe der Kooperation.

Im März 2023 war der Deal perfekt: Das Fintech-Unternehmen Lucanet übernahm den Tax-Tech-Anbieter Amana aus Essen. Bereits seit 2015 arbeiteten beide Anbieter zusammen. Während Amana sich vor allem auf Softwarelösungen für den Steuer- und Buchhaltungsbereich konzentriert, entwickelt Lucanet Produkte für den Bereich Finanzplanung und -reporting.

Bereits kurz nach der Übernahme betonte Lucanet Amana, die Zusammenarbeit mit Steuerberatungsgesellschaften zu vertiefen. Vergangene Woche gaben WTS und Lucanet Amana bekannt, ihre langjährige Kooperation beim Thema Tax Compliance und Reporting mit einer Partnerschaft auszubauen. Künftig soll die Zusammenarbeit auf weitere Produkte, zum Beispiel mit Blick auf das Thema ESG, erweitert werden.

JUVE Steuermarkt: Herr Oehl, WTS arbeitet schon sehr lange mit Amana beziehungsweise Lucanet Amana zusammen. Was ist an der Partnerschaft neu?

Florian Oehl: In der Tat arbeiten wir schon viele Jahre zusammen. Das Neue an der Partnerschaft ist, dass wir dieser Zusammenarbeit nun einen offiziellen Rahmen gegeben haben. Wir haben die weitere strategische Ausrichtung abgestimmt und auf dem Papier festgehalten, um zum Beispiel inhaltliche Überschneidungen zu reduzieren. Außerdem wollen wir künftig den fachlichen Austausch zwischen Praxis und Entwicklung intensivieren.

Was kann Lucanet Amana, was WTS mit ihrer marktbekannten IT-Kompetenz nicht kann?

Natürlich haben wir bei WTS ein tiefes IT-Know-how aufgebaut, insbesondere zu steuerlichen Prozessen. Wir verstehen uns jedoch als technologieoffener Beratungsdienstleister. Wir möchten explizit Kooperationen aufbauen, um Synergien zu nutzen. In der Partnerschaft konzentrieren wir uns künftig auf die Beratung der Mandanten und die Implementierung und Optimierung der jeweiligen Produkte. Amana bringt seine spezifischen IT-Kompetenzen ein und konzentriert sich auf die Entwicklung der Software und das Lizenzierungsmodell Software-as-a-Service (SaaS).

In der Pressemitteilung zur Partnerschaft steht: „Im Zuge dessen wurde WTS im Mai 2024 mit dem Status ‚Tax Premium Partner‘ ausgezeichnet und weist ab sofort über 80 zertifizierte Beratende auf.“ Was bedeutet das?

Der Titel ‚Tax Premium Partner‘ steht für unsere umfangreiche Projekterfahrung mit Amana-Produkten. Lucanet hat uns 80 Personen bestätigt, die für ihre Lösungen und Dienstleistungen geschult und zertifiziert sind. Viele unserer Mitarbeitenden verbindet eine lange Historie mit Amana – beispielsweise Lars Klevermann, einer der Lead-Partner bei WTS Digital und ehemals Teil des Amana-Teams. In dieser Funktion hat er bei Amana viele fachliche Entwicklungen mitverantwortet. 

Amana arbeitet auch mit anderen Unternehmen und Beratungshäusern zusammen. Wollen Sie das nun beschneiden?

Wir freuen uns, dass wir der einzige Tax Premium-Partner sind, aber natürlich ist Amana weiterhin auch für alle anderen Partner offen.

Wie sehr tangiert die Partnerschaft das erst kürzlich gegründete KI-Joint Venture mit Peters, Schönberger & Partner (PSP)?

Sowohl die Partnerschaft mit Lucanet Amana als auch unser Joint Venture ‚WTS PSP AI‘ sind zwei wichtige Initiativen, die jeweils ihre eigenen Ziele und Schwerpunkte verfolgen, sich aber auch gegenseitig befruchten sollen. Ich gehe davon aus, dass das Thema GenAI künftig in allen Bereichen eine wesentliche Rolle spielen wird. Unsere KI-Kompetenz bringen wir auch in die Partnerschaft mit Lucanet ein, um gemeinsam Lösungen für unsere Mandanten zu finden.
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