Neues von der Wirtschaftsprüferkammer

Worauf Wirtschaftsprüfer beim Einsatz von KI achten müssen

Ein Laptop zeigt einen Handschlag zwischen Mensch und Roboterarm und dem Logo der Wirtschaftskammer. Bild: @Yuuji, Getty Images via canva.com

Die WPK hat Fragen und Antworten zum Einsatz von künstlicher Intelligenz in der WP-Praxis veröffentlicht.

Die Fragen und Antworten sollen nach Angaben der Kammer Wirtschaftsprüfern und vereidigten Buchprüfern den Umgang mit KI erleichtern und sie weiter für das Thema sensibilisieren.

Dazu erklärt WPK-Präsident Andreas Dörschell:
„Der Umfang des KI-Einsatzes hängt unter anderem von der jeweiligen Auftragsart und vom Digitalisierungsstand ab. Ohne klare Regelungen drohen Auftragsverluste oder unsachgemäßer KI-Einsatz von Mitarbeitern. Die Nutzung von KI-generierten Ergebnissen setzt voraus, dass der Wirtschaftsprüfer/vereidigte Buchprüfer deren Verlässlichkeit beurteilen kann. Ein Grundwissen über KI und ihre Risiken ist essenziell, detaillierte technische Kenntnisse sind zumeist aber nicht erforderlich. Sollte der Mandant künstliche Intelligenz in prüfungsrelevanten Bereichen einsetzen, kann es jedoch notwendig sein, Experten einzubinden. Die Verantwortung des Wirtschaftsprüfers/vereidigten Buchprüfers bleibt trotz KI-Einsatzes unverändert.

Wichtig ist auch, dass beim Einsatz von KI sämtliche Berufspflichten zu beachten sind, denn die gelten technologieunabhängig. Die Praxisleitung muss über die Nutzung von KI entscheiden. Sofern ihr Einsatz zugelassen wird, sind klare Regelungen zu schaffen und in das Qualitätssicherungssystem zu integrieren.“

HINWEIS

Die Fragen und Antworten zum Einsatz von KI in der Wirtschaftsprüferpraxis sind auf der Webseite der WPK zu finden.

Quelle:
WPK online, Pressemitteilung v. 11.2.2025

____________________________________________

NWB LIVEFEED 👀 – Exklusiv bei tax&bytes! Die kompletten News finden Sie auch in der NWB Datenbank 🤫.

→ NEWS

Stock BLOG 1920X1080px
KI allein reicht nicht aus

Warum Digitalisierung in Steuerkanzleien wirklich scheitert

Digitalisierung in Steuerkanzleien scheitert meist nicht an fehlender Software, sondern an uneinheitlichen Prozessen, fehlenden Standards und Führung. Neue Tools verstärken Schwächen, wenn Verantwortlichkeiten, Abläufe und Schulungen nicht klar definiert sind. KI ersetzt keine Organisationsarbeit.

Schwenker BLOG 1920X1080px
Stellungnahme jetzt möglich

Neue DSFinVBV: Hoher Aufwand, offene Praxistauglichkeit

Der neue DSFinVBV-Entwurf verschärft die Anforderungen an Buchführung, Vorsysteme und Datenformate. Warum Unternehmen und Beratende den Umsetzungsaufwand jetzt kritisch prüfen sollten.

Fight6 RECAP 1920X1080px
Recap: FIGHT #6

Kanzleipraxis & Start-up – was analog bleibt und worauf es ankommt

tax&bytes.FIGHT #6: Was bleibt in Steuerkanzleien eigentlich noch analog und worauf kommt es beim nächsten Tax-Tech-Start-up wirklich an? Zum Staffelfinale von tax&bytes.FIGHTS prallen Erfahrung, KI, Unternehmertum und Zukunftsvisionen noch einmal direkt aufeinander.