Eine humorvolle Betrachtung zum Stand der Digitalisierung in der deutschen Verwaltung

Die digitale Odyssee durch den Steuerdschungel

Bild: @tax&bytes


Daniel Digitalis, Beamter und frischgebackener Vater, wird auf seiner spannenden Reise durch die Absurditäten der deutschen Verwaltungs- und Steuerbürokratie im digitalen Zeitalter begleitet. Die Herausforderungen, die entstehen, wenn veraltete Strukturen auf moderne Lebensrealitäten treffen, werden hier dargestellt. Von der kafkaesken Beantragung des Elterngeldes bis zum epischen Kampf mit dem ELSTER-Portal zeigen humorvolle Beispiele zentrale Probleme wie Medienbrüche und das fehlende Once-Only-Prinzip auf. Der Passierschein A38 lässt grüßen... 


„Humor ist wie Gulasch. Da, wo der eine sagt: „Ist mir zu scharf!“, sagt der andere „Bah!“ und der Dritte isst überhaupt kein Fleisch.“ 

Mit diesem Zitat von Bernd Stromberg (Führungskraft der Capitol Versicherung AG) möchte ich an dieser Stelle ganz ausdrücklich darauf hinweisen, dass es keinesfalls meine Absicht ist, die wertvolle Arbeit in der (Finanz-)Verwaltung herabzuwürdigen. Als ehemaliger Angehöriger der Berliner Finanzverwaltung sind mir die vielfältigen und stetig zunehmenden Herausforderungen mehr als bewusst. Vielmehr sollen dieser humorvolle Ansatz dazu dienen, Verständnis für die Kompliziertheit der Aufgaben zu wecken und gleichzeitig Denkanstöße für mögliche Verbesserungen zu geben. Aus meiner Erfahrung ist der ganz überwiegende Teil der Kolleginnen und Kollegen hochmotiviert. Allerdings verhindern oftmals verschiedene Faktoren, die außerhalb des Einflussbereichs der Belegschaft liegen, ein bürgerfreundliches Verwaltungshandeln. 

Lassen Sie uns also gemeinsam schmunzelnd durch den Papier- und Paragraphendschungel wandern und dabei die eine oder andere Erkenntnis gewinnen. Denn wer sagt, dass Steuerrecht nicht auch witzig sein kann? Zudem freue ich mich über – gerne auch konstruktives und/oder kritisches – Feedback und eigene Erfahrungsberichte: z. B. mit einer Nachricht bei LinkedIn: linkedin.com/in/prof-dr-iur-christoph-schmidt-915189215. 

Wir starten unsere Reise  

Willkommen in der deutschen Steuerverwaltung, dem Ort, an dem die Digitalisierung auf analoge Tradition trifft – mitunter so unharmonisch wie eine Blockflöte im Heavy-Metal-Konzert. Wer glaubt, in Zeiten von KI und Blockchain wäre der Behördenalltag längst digitalisiert, hat offenbar noch nie versucht, Elterngeld zu beantragen oder eine Einkommensteuererklärung abzugeben. Mein Protagonist, Herr Digitalis, zeigt, dass dieser bürokratische Hindernislauf oft mehr mit einem Gesellschaftsspiel als mit moderner Verwaltung gemein hat. 

Elterngeld-Marathon: Online? Denkste! 

Was auf dem Papier wie eine digitale Erfolgsgeschichte klingt – ein Elterngeldantrag per Mausklick – verwandelt sich schnell in eine Reise zurück in die analoge Vergangenheit. Abstürzende Server, umfangreiche und komplizierte Formulare sowie schier endlose Nachweisauflagen machen klar: Hier ist nicht die Benutzerfreundlichkeit, sondern Geduld die oberste Tugend. Am Ende greift Herr Digitalis zu Papier und Stift, was den digitalen Fortschritt fast schon ironisch unterstreicht. 

Behörden-Pingpong: Bitte warten! 

E-Mails? Geht nicht. ELSTER? Manchmal. Briefe? Selbstverständlich! Die Kommunikationswege deutscher Behörden könnten aus einem Handbuch für analoge Nostalgiker stammen. Doch die eigentliche Pointe: Während einfache E-Mails zu unsicher sind, scheinen Briefumschläge magische Verschlüsselungskräfte zu besitzen. Herr Digitalis lernt: Bürokratie ist wie Schach – nur unvorhersehbarer. 

Resilienz durch Humor 

Die Reise von Herrn Digitalis durch den Steuerdschungel zeigt: Humor ist manchmal die beste Strategie, um die Absurditäten eines Systems zu ertragen, das digitale Möglichkeiten maximal minimal nutzt. Während die Welt auf Effizienz setzt, hält die deutsche Bürokratie an ihren Regeln und Formaten fest wie ein Steinzeitmensch an seinem Faustkeil. 

FAZIT

Die Geschichte von Herrn Digitalis ist eine Erinnerung daran, dass Digitalisierung nicht nur Technologie, sondern auch Denkweise bedeutet. Vielleicht sollten wir weniger darüber lachen, wie langsam unser System ist, und mehr darüber nachdenken, wie wir es endlich beschleunigen können. Bis dahin bleibt uns nur eines: geduldig lächeln 😆 und hoffen 🙏, dass die nächste Nachricht aus dem Finanzamt keine Brieftaube 🕊 schickt. 

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Dies ist der gekürzte Reisebericht von Herrn Digitalis. Ihr wollt mehr über seine Erlebnisse erfahren? Das komplette Reisetagebuch ist in der beck.digitax Heft 6/2024 zu finden.

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