Sicherheits- und Archivierungsprobleme bei E-Mail-Rechnungen

E-Mail als Übertragungsweg für Rechnungen nicht optimal

Laptop mit einer Illustration eines Mannes auf einem schmalen Pfad. Bild: @wildpixel, Getty Images via canva.com

Der Verband elektronische Rechnung (VeR) weist darauf hin, dass die Übermittlung von Rechnungsdokumenten per E-Mail weder sicher noch praktisch ist. Zwar erfüllt ein E-Mail-Postfach kurzfristig die gesetzlichen Mindestanforderungen für den elektronischen Rechnungsempfang, jedoch gibt es erhebliche Bedenken hinsichtlich Sicherheit und Effizienz.

Durch ein aktuelles Urteil des Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichts (Az.: 12 U 9/24) hat diese Frage eine neue Aktualität erhalten. E-Mails sind anfällig für Betrug, Phishing und Manipulation, wodurch die Integrität steuerrelevanter Daten gefährdet wird. Zudem fehlt oft die nahtlose Integration in bestehende Buchhaltungs- und ERP-Systeme, was zu zusätzlichem manuellem Aufwand führt. Ein weiterer kritischer Punkt ist die gesetzeskonforme Archivierung: Elektronische Rechnungen müssen im Originalformat und revisionssicher archiviert werden. Viele E-Mail-Systeme verfügen jedoch nicht über die notwendige Infrastruktur für eine GoBD-konforme Archivierung. Der VeR empfiehlt daher, auf automatisierte, sichere und integrierte E-Rechnungslösungen umzusteigen, die den gesetzlichen Vorgaben entsprechen und zukünftige Anforderungen der Steuerbehörden erfüllen. Unternehmen, die weiterhin auf E-Mail setzen, riskieren, den steigenden Anforderungen nicht gerecht zu werden und müssen möglicherweise aufwändige Umstellungen vornehmen.

HINWEIS

👉 Weitere Informationen sind auf der Webseite des VeR zu finden.

Quelle:
VeR, Pressemitteilung v. 13.2.2025

Hoffmann BLOG 1920X1080px
Weckruf für Krypto-Anleger

Sammelauskunftsersuchen zu Bitcoin.de!

Die Finanzbehörden nutzen Sammelauskunftsersuchen, um Daten von Bitcoin.de auszuwerten und bisher unvollständig deklarierte Krypto-Geschäfte aufzudecken. Der Beitrag zeigt die wachsende Aufmerksamkeit der Steuerfahndung, schildert Erfahrungen aus der Praxis und erläutert notwendige Reaktionen.

Juvesteuermarkt29 Beiträge 1920X1080px
Reformdruck durch ViDA-Fahrplan

ViDA: EU-Strategie fordert Unternehmen und Berater heraus

Die EU-Kommission legt mit ViDA einen Fahrplan für die digitale Zukunft der Umsatzsteuer vor. Echtzeit-Meldungen, Plattformpflichten und vereinfachte Registrierungen sollen das System modernisieren, bringen aber technische Unsicherheiten und nationale Sonderwege mit sich.

Luther BLOG 1920X1080px
Steuerliche Wertschöpfung von Daten

Daten ≠ Geld? Warum die EU Italiens Vorstoß zur Digitalsteuer stoppt

Die EU-Kommission stoppt Italiens Ansatz, Nutzerdaten pauschal als Entgelt zu behandeln. Entscheidend sind ein klarer wirtschaftlicher Zusammenhang und ein objektiv bestimmbarer Wert. Ein Arbeitspapier führt neue Modellkategorien ein und fordert eine präzisere Bewertung digitaler Dienste.