Neuigkeiten vom BMF

Umsatzsteuer: Finales BMF-Schreiben zur E-Rechnung

Bild: @warat 42 via canva.com

Das BMF hat am 15.10.2024 das finale Schreiben zur Ausstellung von Rechnungen nach § 14 UStG veröffentlicht (BMF, Schreiben v. 15.10.2024 - III C 2 - S 7287-a/23/10001 :007).

Hintergrund

Mit dem Wachstumschancengesetz (BGBl. I 2024 Nr. 108) sind die Regelungen zur Ausstellung von Rechnungen nach § 14 UStG für nach dem 31.12.2024 ausgeführte Umsätze neu gefasst worden. Als Kernpunkt der Neuregelung wird die obligatorische Verwendung einer elektronischen Rechnung bei inländischen B2B-Umsätzen eingeführt. Ausgenommen sind Rechnungen über Leistungen, die nach § 4 Nr. 8 bis 29 UStG steuerfrei sind, sowie Rechnungen über Kleinbeträge bis 250 € (§ 33 UStDV) und Fahrausweise (§ 34 UStDV).

Eng verbunden mit der Einführung der obligatorischen elektronischen Rechnung für inländische B2B-Umsätze ist die zu einem späteren Zeitpunkt gesetzlich einzuführende Verpflichtung zur zeitnahen und transaktionsbezogenen elektronischen Meldung von bestimmten Rechnungsangaben an die Verwaltung (Meldesystem).

In dem Schreiben geht das BMF auf folgende Punkte näher ein:
  1. Rechtslage bis zum 31.12.2024
  2. Neuregelungen zur obligatorischen elektronischen Rechnung durch das Wachstumschancengesetz

    • Rechnungsarten ab dem 1.1.2025 (E-Rechnung sowie „Sonstige Rechnung“)

    • Verpflichtung zur Ausstellung von Rechnungen (u.a. Verpflichtung zur Ausstellung einer E-Rechnung sowie Möglichkeit zur Ausstellung einer sonstigen Rechnung, Kleinbetragsrechnungen und Fahrausweise)

    • Zulässige Formate einer E-Rechnung (E-Rechnung ist als rein strukturiertes Datenformat sowie hybride Formate)

  3. Besondere Fragen im Zusammenhang mit einer E-Rechnung

    • Umfang einer E-Rechnung

    • Übermittlung und Empfang von E-Rechnungen

    • Verträge als Rechnung

    • End- oder Restrechnung bei zuvor erteilten Voraus- und Anzahlungsrechnungen

    • Rechnungsberichtigung

    • Juristische Personen des öffentlichen Rechts

  4. E-Rechnung und Vorsteuerabzug
  5. Aufbewahrung
  6. Übergangsregelungen (Rn. 62 ff.)

HINWEIS

Für die Verpflichtung zur Ausstellung einer E-Rechnung gelten nach § 27 Absatz 38 UStG verschiedene Übergangsregelungen, nach denen der Rechnungsaussteller unter bestimmten Voraussetzungen dennoch eine sonstige Rechnung ausstellen kann. 

Hinsichtlich des Empfangs einer E-Rechnung gilt keine Übergangsregelung, er ist somit vom 1.1.2025 an durch den Rechnungsempfänger zu gewährleisten. Hierfür reicht es aus, wenn der Rechnungsempfänger ein E-Mail-Postfach zur Verfügung stellt. Dabei ist es nicht zwingend erforderlich, dass es sich um ein gesondertes E-Mail-Postfach nur für den Empfang von E-Rechnungen handelt. Die Beteiligten können abweichend hiervon andere zulässige Übermittlungswege vereinbaren (siehe Rn. 40 des BMF-Schreibens).

Weitere Einzelheiten können Sie dem BMF-Schreiben entnehmen, welches auf der Homepage des BMF veröffentlicht ist.

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