Stellungnahme vom IDSt

Entwurf BMF-Schreiben zur elektronischen Rechnung ab 1. Januar 2025

Zwei Kugeln mit Gesicht, eine traurig in Rosa, eine fröhlich in Grün. Bild: @Eugen Tamas's via canva.com

Das Institut für Digitalisierung im Steuerrecht (IDSt e.V.) hat dem Bundesfinanzministerium am 07. August 2025 eine Stellungnahme zum 2. BMF-Entwurfsschreiben zur E-Rechnungspflicht ab 1.1.2025 sowie zur Anpassung des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses (UStAE) übermittelt.

Erarbeitet wurde diese vom Fachausschuss III unter der Leitung von Dr. Bianca Wöhrer.

Dr. Bianca Wöhrer

Dr. Bianca Wöhrer

Vorstandsmitglied @IDSt e.V.

Die Stellungnahme greift zentrale Unklarheiten aus Sicht der Praxis auf, etwa zur Frage, wann eine elektronische Rechnungspflicht bei Vorliegen einer deutschen USt-IdNr. eines ausländischen Unternehmens besteht oder wie "kritische Fehler" bei der Formatvalidierung zu bewerten sind. Unter anderem werden Klarstellungen zur Verwendung von Extensions und Abkürzungen in EDIFACT-Rechnungen, zum Umgang mit Anzahlungs- und Endrechnungen sowie zur Zulässigkeit freiwilliger E-Rechnungen ohne Meldepflicht gefordert. Auch eine Nichtbeanstandungsregelung in Ergänzung der Übergangsfrist wird angeregt.

Insgesamt plädiert das IDSt für praxisnahe Regelungen, technische Klarheit und eine einheitliche Handhabung, um Unsicherheiten bei der Umsetzung der E-Rechnungspflicht zu vermeiden.

👉 Die vollständige Stellungnahme ist auf der Webseite des IDSt als Download verfügbar.

→ DOWNLOAD

______________________


Was passiert, wenn digitale Steuerwelt auf Forschung trifft? Mehr erfahren bei tax&bytes.

→ ZUM PROFIL

Langer BLOG 1920X1080px
Anforderungen an Verfahrensdokumentation

E-Rechnung, GoBD & IKS: Warum Prozesse neu gedacht werden müssen

Die verpflichtende E-Rechnung verändert nicht nur das Format, sondern auch Prozesse, Kontrollen und Nachweispflichten im Unternehmen. Deshalb müssen Verfahrensdokumentation und IKS an die neuen Abläufe angepasst werden, um GoBD-Konformität und Prüfungssicherheit sicherzustellen.

Juvesteuermarkt37 Beiträge 1920X1080px
Tax Tech: Zufriedenheit im Vergleich

Realitätscheck: Beratung übertrumpft Inhouse

Steuerexpert:innen in Beratungsgesellschaften bewerten den Umgang mit Tax Tech besser als ihre Inhouse-Kolleg:innen. Unterschiede zeigen sich bei Budget, Investitionen, Schulung und Organisation. Stabilität und klare Digitalstrategien gelten als entscheidende Faktoren für Effizienz und Akzeptanz.

Stock BLOG 1920X1080px
KI allein reicht nicht aus

Warum Digitalisierung in Steuerkanzleien wirklich scheitert

Digitalisierung in Steuerkanzleien scheitert meist nicht an fehlender Software, sondern an uneinheitlichen Prozessen, fehlenden Standards und Führung. Neue Tools verstärken Schwächen, wenn Verantwortlichkeiten, Abläufe und Schulungen nicht klar definiert sind. KI ersetzt keine Organisationsarbeit.