Finanzplanung mit CANEI: So wird betriebswirtschaftliche Beratung skalierbar
Viele Kanzleien sitzen auf einem Datenschatz, der im Alltag oft zu wenig genutzt wird. Buchhaltung, BWA, Jahresabschluss und Auswertungen liefern laufend Informationen über die wirtschaftliche Lage der Mandantschaft. Doch häufig bleiben diese Zahlen rückblickend: Sie zeigen, was war und nicht unbedingt, was als Nächstes zu tun ist.
Genau hier setzt diese Folge von „TAX GOES DIGITAL“, dem tax&bytes-Podcast für die digitale Steuerwelt, an. Es geht um die Frage, wie Kanzleien aus vorhandenen Finanzdaten eine aktivere, vorausschauende Beratung entwickeln können und wie CANEI dabei hilft, betriebswirtschaftliche Beratung nicht nur anzubieten, sondern auch skalierbar umzusetzen.
Im Format TOOLS.inside spricht tax&bytes mit Softwareanbietern über konkrete Praxisprobleme, digitale Lösungen und echte Anwendungsfälle aus Kanzleien, Steuerabteilungen und Unternehmen. Ziel ist nicht die reine Produktvorstellung, sondern ein Blick darauf, wie Digitalisierung den steuerlichen Arbeitsalltag tatsächlich verändern kann.
Im Podcast für die digitale Steuerwelt, dreht sich alles um digitale Lösungen, neue Technologien und echte Praxiserfahrungen aus Steuerkanzleien, Steuerabteilungen und der Beratung.
Im Podcast für die digitale Steuerwelt, dreht sich alles um digitale Lösungen, neue Technologien und echte Praxiserfahrungen aus Steuerkanzleien, Steuerabteilungen und der Beratung.
Die Podcaster
Warum der Blick zurück nicht mehr genügt
In dieser Folge geht es um ein Thema, das viele Kanzleien unmittelbar betrifft: die Weiterentwicklung der Steuerberatung vom rückblickenden Zahlenwesen zur vorausschauenden betriebswirtschaftlichen Beratung.
Zu Gast ist Markus Linnepe, Aufsichtsratsvorsitzender und Gründer der CANEI AG. CANEI versteht sich als Tool für integrierte Finanzplanung, Controlling und Analyse – speziell auch für die Zusammenarbeit zwischen Steuerberatung und Mandantschaft.
📢 Ein zentrales Problem
Viele Kanzleien verfügen über wertvolle Daten aus Buchhaltung, Jahresabschluss und betriebswirtschaftlichen Auswertungen. In der Praxis werden diese Daten aber häufig vor allem rückblickend genutzt. Markus Linnepe beschreibt das sehr deutlich: „Der Steuerberater [ist] naturgemäß immer darauf gedrillt, nach hinten zu gucken.“ Genau darin liegt die Herausforderung. Unternehmen brauchen nicht nur Vergangenheitswerte, sondern Orientierung für kommende Entscheidungen: Liquidität, Finanzierung, Kostenstruktur, Investitionen oder Bankgespräche.
Wenn Beratung an einzelnen Personen hängt
Ein wesentliches Hindernis liegt darin, dass betriebswirtschaftliche Beratung in vielen Kanzleien noch stark auf Partnerebene verankert ist. Die Kompetenz ist vorhanden, aber Planung, Szenarien und Reporting lassen sich häufig schwer delegieren. So bleibt Beratung ein individuelles Projekt einzelner Personen – statt zu einem wiederholbaren Kanzleiprozess zu werden.
Gleichzeitig steigt der Bedarf: Banken verlangen belastbare Planungen, Unternehmen brauchen Transparenz über Liquidität, Kosten und Kapitaldienstfähigkeit. Markus Linnepe sieht darin auch eine strategische Frage für Kanzleien: „Es wird ganz viele Aufgaben einfach nicht mehr geben, weil sie automatisiert von der KI übernommen werden.“ Entscheidend wird deshalb, Mitarbeitende stärker in Analyse, Planung und Mandantensteuerung einzubinden.
Warum Excel in der Planung schnell zum Risiko wird
In vielen Kanzleien ist Excel weiterhin das zentrale Werkzeug für Planung und Controlling. Tabellen sind flexibel und vertraut, bringen aber typische Risiken mit sich: Formelfehler, manuelle Übertragungen, unterschiedliche Versionen und schwer nachvollziehbare Modelle.
Besonders bei integrierten Finanzplanungen über Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Cashflow werden die Zusammenhänge komplex. Investitionen, Finanzierungen, Abschreibungen, Liquidität und Szenarien lassen sich über mehrere Monate oder Jahre nur schwer fehlerfrei abbilden. Aus einer pragmatischen Lösung wird schnell ein anfälliges Einzelprojekt.
Wie CANEI den Beratungsprozess neu denkt
CANEI setzt hier an, indem vorhandene Finanzdaten strukturiert in eine integrierte Planung überführt werden. Summen- und Saldenlisten können übernommen, Planungen aufgebaut, Reportings erstellt und Abweichungen analysiert werden. Der Anspruch: Kanzleien starten nicht jedes Mal bei null, sondern entwickeln aus vorhandenen Daten eine wiederholbare Beratungsgrundlage.
Wichtig ist dabei die Skalierbarkeit. Wenn Planung und Reporting standardisiert vorbereitet werden, können auch Mitarbeitende stärker eingebunden werden – etwa bei Planungen, Auswertungen oder wiederkehrenden Monatsreportings.
So wird aus einer einmaligen Planung ein laufender Beratungsprozess: Kanzlei und Mandant:in sprechen regelmäßig über Soll-Ist-Abweichungen, Liquidität, Kostenstrukturen, Debitorenlaufzeiten oder Bankgespräche. Die Beratung wird konkreter, weil sie auf aktuellen Zahlen und klaren Auswertungen basiert.
KI als Zugang zu besseren Entscheidungen
Ein weiterer Schwerpunkt der Folge ist der Einsatz von KI und sprachbasierter Interaktion. Mit CANEI.luna sollen Mandant:innen Fragen zu ihren Zahlen in natürlicher Sprache stellen können – etwa zu Kostenentwicklungen, Auffälligkeiten oder möglichen Bankfragen.
Markus Linnepe bringt den Nutzen auf eine einfache Formel: „Es ist nicht schwer, gute Entscheidungen zu treffen, wenn ich die richtigen Informationen habe.“ Genau hier liegt der Reiz von Conversational Finance: Zahlen sollen nicht nur im Bericht stehen, sondern im richtigen Moment verständlich verfügbar sein.
Das verändert auch die Kommunikation mit der Kanzlei. Wenn Mandant:innen ihre Zahlen besser verstehen, kommen sie vorbereiteter ins Gespräch. Gleichzeitig können einfache Rückfragen reduziert werden, sodass mehr Zeit für echte Beratung bleibt.
Was ist Conversational Finance?
Concersational Finance bedeutet, dass Nutzende Finanzdaten nicht mehr nur über Tabellen, Dashboards oder Berichte auswerten, sondern per Sprache oder Chat mit ihren Zahlen interagieren. Sie können also Fragen stellen wie: „Wie entwickelt sich meine Liquidität?“, „Welche Kosten sind gestiegen?“ oder „Welche Punkte könnte die Bank kritisch sehen?“ – und erhalten direkt eine verständliche Auswertung.
Für Kanzleien und Mandantschaft kann das den Zugang zu Finanzinformationen vereinfachen: Zahlen werden schneller verständlich, Rückfragen lassen sich gezielter klären und Beratungsgespräche können besser vorbereitet werden. Wichtig bleibt aber die fachliche Einordnung durch die Steuerberatung – das Tool liefert Orientierung, ersetzt aber nicht die Beratung.
Von der Tool-Einführung zum Beratungsprozess
Der Weg zur betriebswirtschaftlichen Beratung ist nicht nur eine Frage der Software. Kanzleien müssen klären, welche Mandant:innen sie aktiv begleiten wollen, wie Beratungspakete aussehen, welche Mitarbeitenden eingebunden werden und wie digitale Prozesse im Alltag verankert werden.
CANEI zeigt dabei einen möglichen Ansatz: Planung, Controlling und Analyse werden nicht als Sonderprojekt verstanden, sondern als strukturierter Prozess zwischen Kanzlei und Unternehmen. Aus Buchhaltungsdaten werden Steuerungsinformationen. Aus Monatsauswertungen werden Gesprächsanlässe. Und aus punktueller Beratung kann ein laufendes Mandantenangebot entstehen.
Wer wissen möchte, wie Kanzleien betriebswirtschaftliche Beratung praktischer, digitaler und wirtschaftlich skalierbarer aufbauen können, sollte in diese Folge von TAX GOES DIGITAL – Der tax&bytes-Podcast reinhören.
+++ Diese Ausgabe von TOOLS.inside wird unterstützt durch CANEI. Die redaktionelle Verantwortung und Gesprächsführung liegen bei tax&bytes. +++
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